Sehnsucht nach Gemeinschaft und ihre Kritik – Potenziale einer Diskussion aus den 1920/30er Jahren für den Ethikunterricht Workshop mit Dr. Henriikka Hannula (Genf) zu Texten von F. Tönnies, H. Plessner, M. Buber

Sehnsucht nach Gemeinschaft und ihre Kritik – Potenziale einer Diskussion aus den 1920/30er Jahren für den Ethikunterricht Workshop mit Dr. Henriikka Hannula (Genf) zu Texten von F. Tönnies, H. Plessner, M. Buber
Workshop mit Dr. Henriikka Hannula (Genf) zu Texten von F. Tönnies, H. Plessner, M. Buber
Der Workshop richtet sich an alle, die sich für Schule und Ethikunterricht sowie deren
Beziehung zu gesellschaftlichen Fragen interessieren: Studierende und Lehrkräfte der
Unterrichtsfächer Ethik und PuP, Hochschullehrende in den Fächern Philosophie und Ethik
und an die breitere Öffentlichkeit.
Thema
Wie viel Gemeinschaft braucht der Mensch und wie viel Distanz verträgt er? Die Frage, ob wir uns in sozialen
Beziehungen „echt“ zeigen müssen oder ob uns Rollen und Masken schützen, ist ein zentrales Thema für das
Zusammenleben. Die Epoche zwischen 1920 und 1939 eignet sich hervorragend, um dieses Spannungsfeld
zwischen „authentisch“ wahrgenommener Gemeinschaft und „künstlich“ scheinender Gesellschaft zu
untersuchen.
Anhand von Texten von Ferdinand Tönnies, Helmuth Plessner und Martin Buber betrachten wir gegensätzliche
Antworten auf die umrissene moderne Krisenerfahrung: Während die Gemeinschaft einerseits als
Fundament für Verständnis und Liebe (Buber) oder Tradition (Tönnies) verteidigt wird, wird anderseits die
Notwendigkeit von Distanz, Maske und professioneller Rolle für das gesellschaftliche Leben und die
politische Praxis betont (Plessner).
Mithilfe der philosophiehistorischen Hermeneutik üben wir uns im ersten Teil des Workshops darin, diese
Texte methodisch zu verstehen und zugleich ihre Bedeutung für heute zu formulieren. Im zweiten Teil des
Workshops wollen wir die aktuelle Bedeutung der Texte zum Ausgangspunkt machen und Vorschläge
erarbeiten, wie die genannten Texte in die Arbeit mit Schüler*innen des Ethikunterrichts eingebunden werden
kann. Neben konkreten methodischen Vorschlägen soll dabei auch untersucht werden, inwieweit gerade die
historische Distanz nützlich dafür ist, schwierige Fragen für den Ethikunterricht aufzubereiten: Wie viel
Ehrlichkeit verträgt eine Gruppe? Wann ist eine soziale Rolle ein notwendiger Schutz, und wann ist sie ein
Hindernis? Inwieweit ist es gerechtfertigt, Interessen des Individuums denen der Gemeinschaft
unterzuordnen?
Programm
Freitag, 12.6.2026
Close Reading / Diskussion
14.30-16 Uhr Einführung in die Arbeitsweise und Close Reading bzw. Lektüre und
Diskussion eines Textes zum Verhältnis von Individuum, Gemeinschaft und
Gesellschaft aus den 1920/30er Jahren
16.30-18 Uhr Lektüre und Diskussion jeweils eines weiteren Textes in Arbeitsgruppen und
Präsentation im Plenum
Gemeinsames Abendessen (Angebot, bei Interesse bitte bis Mo 8.6. bei Dilek Divan
anmelden, s.u.)
Samstag, 13.6.2026
Didaktische und methodische Perspektiven
9.30-11 Uhr Arbeit in Arbeitsgruppen an 2-3 weiteren Texten zum Verhältnis von
Individuum, Gemeinschaft und Gesellschaft aus den 1920/30er Jahren,
Austausch zur Bildungsbedeutung für Lernende im Ethikunterricht, zur
historischen Distanz als Lernchance/Bedingungen der Zugänglichkeit für
heutige Lernende, möglichen methodischen Nutzungen und sinnvollen
kontextuellen Einbettungen der Texte usw.
11.30-13 Uhr Präsentationen aus den Arbeitsgruppen und Abschlussdiskussion
Kosten für die Teilnahme: keine (das optionale Abendessen wird selbst bezahlt)
Ort:
Freitag, 12.6.2026, Neues Institutsgebäude (NIG), Universitätsstraße 7, 1010 Wien,
Stiege II, Dekanatssitzungszimmer B305, 3. Stock, Gang B
Samstag, 13.6.2026, Neues Institutsgebäude (NIG), Universitätsstraße 7, 1010
Wien, Raum 2i, Stiege III, 2. Stock, Gang C
Anmeldung:
Bitte per E-Mail an: Dilek Divan, dilek.divan@univie.ac.at, bis Mo 8.6.2026
- mit der Angabe Ihrer Namen
- sowie evt. Ihrer Arbeitsstelle bzw. Ihres Studienfachs oder sonstigen Anbindungen
und
- ggf. Anmeldung zum gemeinsamen Abendessen am Freitag (auf eigene Kosten)
The Concept of Intellectual Autonomy in Education

The Concept of Intellectual Autonomy in Education
Montag, 11. November 2024, 16:45-18:15 Uhr, Hana Jermakova (University of Hradec Králové, Czech Republic)
Neues Institutsgebäude (NIG), Hörsaal 3F (R 313), Stiege III, Gang D, 1010 Wien
Alle Interessierten sind zum Vortrag und zur anschließenden Diskussion herzlich eingeladen!
Abstract:
In this talk, I will deal with the concept of philosophizing (philosophical thinking – as it is used in czech didactics of philosophy) in education, but using a framework rooted in virtue epistemology. Rather than contrasting it with comeptency-based model (dominant in czech educational system), I try to add a dimension by emphasizing the question of „who is a good thinker/knower?“ I stress the obvious advantages of the intellectual virtues approach (social and contextual character of virtues, motivational aspect – the role of epistemic emotions, and also the intuitive language of this framework). By combining a didactical/normative perspective on thinking and the epistemological focus on intellectual character, I aim to bring a new perspective for teachers and learners in the czech educational context.
Mündliche Leistungsbewertung. Workshop zur kompetenzorientierten Gestaltung im Ethik- und Philosophieunterricht

Mündliche Leistungsbewertung. Workshop zur kompetenzorientierten Gestaltung im Ethik- und Philosophieunterricht
Workshop am Freitag 21.6.2024, 15-16.30 Uhr (HS 3B, R.315, Neues Institutsgebäude (NIG), Universitätsstraße 7, 1010 Wien, 3. Stock)
und am Freitag 27.9.2024, 15-18:15 Uhr (HS 2G, R.202, Neues Institutsgebäude (NIG), Universitätsstraße 7, 1010 Wien, 2. Stock)
Leitung: Prof. Dr. Arne Moritz
Der Workshop richtet sich an alle Interessierten (Lehrkräfte, Studierende, weitere Öffentlichkeit), die sich zum Thema mündliche Leistungsbewertung in den Fächern Ethik/Philosophie (etwa im Zusammenhang der Matura-Prüfung) fachlich austauschen und persönlich vernetzen möchten. Beim ersten Termin im Juni wird es einen kurzen inhaltlichen Input aus fachdidaktischer Perspektive geben, in dem vor allem die Anforderung "Kompetenzorientierung" in zwei Weisen übersetzt und erläutert werden soll: a) hinsichtlich konzeptioneller Anforderungen und b) hinsichtlich praktischer Gestaltungen von mündlichen Leistungsbewertungssituationen im Ethik- und Philosophieunterricht. Im gemeinsamen Gespräch sollen von dort aus Interessenschwerpunkte und Herausforderungen identifiziert werden, die beim Termin im September weiter bearbeitet werden könnten. Unterschiedliche Formate sind denkbar, z.B. das Gespräch über fachdidaktische Vorschläge zum Thema Leistungsbewertung, die im Zeitraum zwischen Juni und September von den Teilnehmenden gelesen werden - und/oder der Austausch über die Herausforderungen und Möglichkeiten konkreter Aufgabenerstellungen, ausgehend von vorgegebenen Materialien, usw.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Teilnahme am Termin im Juni verpflichtet nicht zur Teilnahme im September.
Propaedeutic of Philosophy - Austrian Influences on the Heritage of Polish Didactics of Philosophy by Ewelina Grądzka

Propaedeutic of Philosophy - Austrian Influences on the Heritage of Polish Didactics of Philosophy by Ewelina Grądzka
Mittwoch, 5. Juni 2024, 13.15 – 14.45 Uhr, Ewelina Grądzka (UPJPII, Kraków, POL)
Neues Institutsgebäude (NIG), Hörsaal 3F (R 313), Stiege III, Gang D, 1010 Wien
Alle Interessierten sind zum Vortrag und zur anschließenden Diskussion herzlich eingeladen!
Abstract:
Propaedeutic of philosophy was introduced into the Polish educational system in the 19th c. during the Partitions while one part of Poland, called Galicia, belonged to the Austria-Hungarian Empire. In the paper, I will present how this heritage evolved and how it influenced Polish education after the independence in 1918. First, I will analyze a discussion in the 1920s among Polish philosophers on the goals and content of the future program of propaedeutic of philosophy that emphasized the need to evolve from the Austrian model of teaching psychology and logic only. Secondly, I will present the ideas of the central figure of that discussion, Kazimierz Twardowski. I will analyze how the program proposed by him evolved between 1921/1922 and 1935, from the confinement to psychology and logic to a program that included ethics, aesthetics, sociology and incorporated discussion as one of the methodological tools. Among the reasons for this development might be the influence of the discussion among Polish philosophers to which I refer in the paper, but also more general developments in education politics of the time, and finally reforms that took place in the Austrian school system since 1918/19. Unfortunately, the work on reforming the propaedeutics of philosophy was discontinued with the establishment of the communist regime in Poland after the Second World War.
Philosophie und Ethik in Schule und Gesellschaft: Schule und Universität zusammendenken
Andere und vergangene Veranstaltungen
Tagung "Ethik und Schulfächer" in Freiburg (Schweiz) 6.-9. September
Wir möchten Sie auf eine Tagung aufmerksam machen, die von 6. bis 9. September 2023 in Freiburg (Schweiz) stattfinden wird, und die v.a. das Verhältnis des Ethik-Unterrichts mit anderen Fächern (insb. dem UF Religion) thematisiert.
Workshop "Ziele und Grenzen des Argumentierens" (Düsseldorf, 18.-20 September 2023)
Welche Ziele können und sollen im Argumentieren verfolgt werden? Wo liegen die Grenzen des Argumentierens und wie lässt sich mit ihnen umgehen? Diese und weitere Fragen zu Status, Funktion und Kontexten des Argumentierens sowie ihre Konsequenzen für die Argumentationsdidaktik und die Unterrichtspraxis stehen im Zentrum eines Workshops, der 18.-20. September in Düsseldorf stattfindet.
Die Teilnahme ist kostenlos und die Anmeldung erfolgt mit einer Email an Donata Romizi (donata.romizi@univie.ac.at) bis 10. September.
Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link:
https://blogs.phil.hhu.de/argumentiereninderschule/workshop-2023-ziele-und-grenzen/
Vernetzungstreffen der Fachdidaktik 22.05.23
Am 22.05.23 fand zum zweiten Mal ein Vernetzungstreffen für alle Lehrenden an der Universität Wien im Bereich der Fachdidaktik Philosophie/Ethik statt. Das Treffen diente zum Austausch der Lehrinhalte und zum Gespräch über zukünftige Projekte.
Kick-Off-Veranslatung der Masterpraxis WiSe 22/23 am 07.10.22
HS 2G im 2. Stock des NIG
von 16.00-17.30
Das Fachdidaktikzentrum Unterrichtsfach „Ethik“ und „Psychologie und Philosophie“ möchte Sie herzlich zu einem Kennenlernen zwischen Mentor*innen und Mentees des Wintersemesters einladen und Ihnen die Möglichkeit der Besprechung von Fragen und Anliegen in Anwesenheit von Vertreter*innen des Teams des Fachdidaktikzentrums geben. Für Snacks und Getränke wird gesorgt sein.
Falls Sie nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, würden wir Sie bitten, dies per Mail an diana.knechtel@univie.ac.at mitzuteilen. Für Studierende ist nur ein entschuldigtes Fernbleiben gestattet, da die Kick-Off-Veranstaltung bereits einen Teil des Praktikums darstellt und somit verpflichtend ist.
Ethiklehrkräfte-Treffen am 17.10.22
Marietta-Blau-Saal der Universität Wien
15.00-17.00 Uhr
Wir möchten Sie herzlich zu einem informativen Austausch einladen, bei dem das Hauptanliegen die Betreuung von Studierenden in der Schul- und Masterpraxis des neuen Ethik-Lehramtsstudiums sein wird.
Zu diesem Zwecke werden Vertreter*innen der Bildungsdirektion Wien und NÖ, die Leiter der ARGE-Ethik Wien und NÖ und des Fachdidaktikzentrums Unterrichtsfach Fachdidaktikzentrums „Ethik“ und „Psychologie und Philosophie“ der Universität Wien zur Information und für Fragen und Anliegen anwesend sein.
Im Anschluss an kurze Redebeiträge – sowohl von universitärer und schulischer Seite als auch von Seiten der Bildungsdirektion – laden wir Sie gerne zu Getränken und kleinen Speisen und zum gemütlichen Austausch ein.
Es sind alle Ethik-Lehrkräfte herzlich willkommen, die sich für eine zukünftige Betreuung interessieren. Mit Ihrem Erscheinen verpflichten Sie sich jedoch nicht automatisch für diese Tätigkeit.
Für eine bessere Übersicht würden wir Sie bitten, sich vorab unter diesem Link bis spätestens 10. Oktober 2022 einzutragen: https://www.termino.gv.at/meet/de/p/f0ea97cd06a966f6428bd566d9a38c12-152135
Workshop mit Prof. Dr. Christian Thein
Dimensionen der Kritik in der philosophischen Bildung
Der Workshop wird am Mittwoch, 22. Juni, von 15 bis 19 Uhr stattfinden,
15-16:30 Uhr im Hörsaal 3B und
16:45-19 Uhr im Hörsaal 3C.
Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, teilzunehmen.
