Bildung als Grenzerfahrung. Uneingelöste pädagogische Utopien

 

Autonomes Lernen, Inklusion, Chancengerechtigkeit, Kompetenzorientierung: Der aktuelle politische Diskurs sowie technische Innovationen verführen zu immer neuen pädagogischen Heilsversprechen. Doch was steckt dahinter? Mit welchen Bildungsutopien operieren wir in aktueller Zeit? Und machen wir nicht die Erfahrung, dass Bildungseinrichtungen durch die an sie herangetragenen Ansprüche immer wieder an ihre Grenzen stoßen? Aber die Erfahrung dieser Grenzen wird selten thematisiert, obwohl Bildung schlechthin als eine Grenzerfahrung gedeutet werden könnte. Welchen Reflexionsraum eröffnen solche Grenzerfahrungen im politischen, wissenschaftlichen und didaktischen Diskurs und wie wirken sie sich auf die alltägliche Unterrichtspraxis aus? Welche Wege, welche Ziele sollen im Bildungsgeschehen definiert und wann ein offener Umgang gepflegt werden? Welche Grenzen können tatsächlich durch Bildung überschritten werden? Und welche dienen zur nüchternen Einsicht in die Beschränktheit unserer Handlungsmöglichkeit?

 

Folder          

Plakat

 

15. November 2017

Christiane Thompson (Frankfurt)

"Grenzen von Bildung und Universität heute“

 

22. November 2017

Christoph Türcke (Leipzig)

"Neue Lernkultur und die Grenzen individueller Förderung“

 

13. Dezember 2017

Ekkehard Martens (Hamburg)

"Das sokratische Nichtwissen und Harry G. Frankfurts Kritik am 'Bullshit' - eine aktuelle bildungspolitische Herausforderung"

 

24. Jänner 2018

Michael Gelten (Köln)

"Nur manches ist möglich! An den Grenzen schulischer Inklusion"


Alle Vorträge finden mittwochs, von 17.00-19.00 Uhr im Hörsaal 3D, Neues Institutsgebäude (NIG), Institut für Philosophie, Universitätsstrasse 7, 1010 Wien statt.